Liebe Freundinnen und Freunde ungenutzter Gedanken,

 

im Rahmen meiner Ausstellung diskutieren wir am 1. Dezember 2016, ab 19 Uhr  in vhs Kunstgalerie, Treffpunkt Rotebühlplatz über Fragen wie:

 

Muss Mode sein? Was ist Mode? Warum ist Mode? Will ich überhaupt "modisch", oder "unmodisch sein"? Über die Verfügbarkeit von Mode und die Begrenzung von Konfektionsgrößen in sogenannten In-Läden. Wo überall ist "Mode" versteckt, und warum ist die  Modeindustrie so einflussreich und bewirkt immer wieder Vorschriften, die zwar nur befristet funktionieren, aber von unterschiedlichen gesellschaftlichen "Gruppen" fraglos angenommen werden?

Ein illustratives Beispiel für meinen Ansatz ist das direkt ausgesprochene "Modediktat" von Mr. Jeffries himself. Dass seine VerkäuferInnen eintretende Kunden mit „Hey, what`s going on?“ begrüßen mussten, ist Nebensache, aber auch ein Diktat.

Der ehemalige Chef von Abercrombie & Fitch, Michael S. Jeffries, verwandelte 1992 das heruntergekommene Waffen – und Angelrutengeschäft in eine erfolgreiche Modemarke. - Zumindest bis 2014. Jeffries Angestellte durften nicht schwarz, dick oder hässlich sein. Und über die KundenInnen meinte er: "Ganz ehrlich, wir wollen die coolen Kids. Viele Menschen haben in unserer Kleidung nichts zu suchen." Was hat er denn damit gemeint? Jedenfalls war mit Größe 40 für Damen das Ende der Coolness bei A&F erreicht.

Es erscheint waghalsig, was der 70- jährige CEO dieser amerikanischen Klamottenfirma von sich gegeben hat.  Aber so weit entfernt von der Realität war er ja gar nicht! Mode wird auch heute für Schlanke gemacht und mit dürren Models beworben. In vielen Geschäften sind Konfektionsgrößen ab 44 für Damen nicht vorrätig. Selbst das Angebot bei Primark endet bei Größe 48.

Die Werbe - Modeindustrie ist stark und beeinflussend und „übersieht“, dass große Konfektionsgrößen eine eigene Ästhetik haben.

Niemand muss das gängige Schönheitsideal duldsam ertragen!
Deshalb dagegen steuern! Wie? Darüber reden wir!

Herzliche Einladung und viele Grüße!

Hannelore Kober

Eröffnung "Stuttgart`s First Pop Model" in der vhs Kunstgalerie, 20. Oktober 2016 mit den Models Diana, Jan, Petra, Marina, Paul, Miyuki, Ahmed, Lea, Valentina, Iryna und Rüdiger & Hanni als Geister. Mit Fotografien von Susanne Wegner, Skizzen von Hannelore Kober und 3 Kleiderentwürfen von Valentina Shchekina.

Danke an die haarKULT Hairstylisten Sascha Loreng & Ahmed Salayi, an Sergiy Band Galaktika und Jonnie Döbele für die Filmdokumentation und den Stills daraus.

 

Es geht weiter! No stop! Ich bin auf der Suche nach dem Stuttgart´s First Pop Model 2017. Info

vhs-Kunstgalerie Stuttgart, Eröffnung am 20.10. 2016 - Info


Alle Rechte an Bild und Text vorbehalten. - Kopieren nur mit Genehmigung. (Fotografien ohne Autorenangabe sind von mir fotografiert.) Hannelore Kober : io_nox (at) web.de

All rights of pictures and words reserved. - Unauthorised copying prohibited. (Pictures without titeling are shot by myself.