Abschlussgala

 

STUTTGART`S FIRST POP MODEL in der vhs Kunstgalerie

2. Februar 2017

 

Überlassen wir den Medien nicht die Entscheidung über wahre Schönheit!

Frei nach Joesph Beuys: jeder Mensch ist ein Model seiner selbst. Oder sollen wir duldsam zusehen, wie die Werbebranche über die Körper dieser Welt entscheidet, kleine Konfektionsgrößen bevorzugt und die größeren ins Nirvana schickt?

 

Über 20 Menschen, wie "Du und ich" performen Körperlichkeit und einen Sinn für das "Kleid", oder besser, für die Hülle, die über der Haut zu liegen kommt. Mit eigenen Kreationen steigen selbstbewußte Frauen und Männer auf den Laufsteg und präsentieren sich selbst, oder ... sie präsentieren ein Kostüm, das über den eigenen Körper weit hinaus geht.

Foto: Götz Wintterlin

Statement

 

 

Ich verachte "Mode" nicht! Die derzeitige "Mode" ist allerdings verachtend!

 

Die Modebranche ist eine sogenannte kreative Zunft, die nicht nur neue Hüllen für unsere Körper hervorbringt, sie verändert mit ihrer regelmäßigen Erneuerung auch Lebensanschauungen, Ansichten und Meinungen, wie Körper für Hüllen geeignet scheinen, oder im Marketingvorspiel zu Kleiderständern eimgesetzt werden.

 

Ich denke, "Mode" ist besonders für Frauen unserer Gesellschaft eine Art Formulierung der Anerkennung, was sich leider auch in den Marketingkonzepten der Modegiganten wieder spiegelt.

 

Das brachiale Schönheitsdiktat - jung und schlank - dieser Zeit schließt Körpergrößen außerhalb dieses Diktats aus. So kreativ ist die Modebranche folglich nicht! An dünnen Models scheinen alle Arten von Kreationen annehmbar auszusehen. Echte Kreativität würde ich in der Vorstellung von Hüllen sehen, die über die derzeit vorgestellten Konfektionsgrößen hinausgehen.

 

Die Modebranche kreiert derzeit faktisch ein fiktives Schönheitsideal, das einen Großteil der Menschen ausschließt, wobei der Ausschluß für sich genommen nicht einmal so gravierend wäre, wenn er nicht Wirkung zeigen würde. Aber er hat verheerende Auswirkungen! Ich überlass den Psychologen, Therapeuten und Soziologen die professionelle Deutung dieser Spiegelung. Meine Meinung: Die Modebranche mit all ihrem großartigem Drumherum zeigt nur einfältige Reproduktionen von geradlienigen Figuren, frei von Form und Kurven. Wie langweilig und ganz und gar nicht kreativ!

Generalprobe

 

Zumba-Einlage unter der Leitung von Anett Fritz

1. Februar 2017

 

 

 

PERFORMANCE WORKSHOP

 

Über PERFORMANCE sprechen und Performance üben.

 

Samstag, 14. Januar 2017, 18.00 - 20.30 Uhr

 

 

Auf der Suche nach neuen Formen der Darstellung, bzw. Selbstdarstellung.

 

Das alltägliche „sich bekleiden“ ist eine Art „Performance“, ebenso wie konventionelle Modedarbietungen, weil die Bezeichnung, das Wort „Performance“ sowieso für jede Form von Vorstellung gilt. Egal in welchen Maßen, bzw.. Konfektionsgrößen, bzw. Vorzeichen, z.B. Aussehen, Alter, Gewicht, gedacht wird.

 

in jeder „Performance-Disziplin“ - Alltag oder „Bühne“, wollen wir in diesem Workshop ungewöhnliche, auch dissonante  Formen der Bewegung und Darstellung suchen und finden. Dabei sehe ich die Grenze zwischen „Alltag“ und „Bühne“ eher fließend. Die Werbekampagnen für Mode spielen sich auf einer sehr eingeschränkten Größenbegrenzung ab. D.h. mit der außergewöhnlichen und ständigen Präsenz dieser schlanken, jungen  Formen, bleiben Übergrößen auf der Strecke. Da schließt sich der Kreis zwischen  „Alltag“ und „Bühne“.

 

Eine Klamotte tragen bedeutet immer, sich in ihr zu bewegen. Deshalb ist Bewegung und Körperhaltung eine Art Schlüssel, der das gesamte Bild aufschließt, Wir üben das standardisierte Schreiten der Models auf dem Laufsteg[1]  und finden dabei unsere eigene Art des Gehens heraus. Wir untersuchen dabei Bewegung, mit der wir nebenbei auch seltene, aber bedeutende statische Momente registrieren.

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Auf dem "Laufsteg“ der Modeindustrie gibt es absolute Regeln der Bewegung. Abweichungen sind nur auf der vorherrschenden Grunddisziplin möglich. Mein Ansatz: Einige Details aus diesem Regelwerk sind hilfreich für das Bewegungsmotiv im Alltag. Aber wo und wie sind sie für das Individuum von Nutzen? Um das heraus zu finden, müssen wir "Bewegung" versuchen.

Foto: Kurt Grunow